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Hoffen auf Zukunft in Deutschland - Artikel aus der FLZ 02.09.2017

Bad Windsheim protestiert gegen die Ausländerbehörde


Jungen Flüchtlingen wurde eine Zukunft mit Ausbildung und Arbeit verwehrt - 01.09.2017 20:19 Uhr
BAD WINDSHEIM - Die Ausländerbehörde untersagte Mohammad Mokhtar Nasseri seine Ausbildungsstelle als Hotelier am 1. September anzutreten. Die Gründe scheinen bizarr. Doch so wie Mohammad geht es vielen Flüchtlingen in Bad Windsheim. Deshalb startete nun ein Protest, bei dem einige schwere Vorwürfe gegen die Ausländerbehörde erheben.
Die Flüchtlinge brachten mit den Unterstützerkreisen auf Protestplakaten ihre Anliegen zum Ausdruck. © Harald Munzinger


Der Abschied von Mohammad Mokhtar Nasseri aus seinem Kollegenkreis im Bad Windsheimer "Hotel am Kurpark" wurde zu einer Solidaritätsbekundung für ihn, wie auch andere Flüchtlinge, die am 1. September ihre Ausbildungsstelle nicht antreten durften, da ihnen das von der Ausländerbehörde bei der Regierung von Mittefranken versagt wurde.
Nicht nur der Hotelier Oliver Späth und seine rund 40 Mitarbeiter reagierten auf die Entscheidung der Behörde fassungslos, zwei jungen Männern aus Afghanistan die Chance zu nehmen, sich als Hotelfachleute ausbilden zu lassen. Umso mehr, als sich Mohammad Mokhtar Nasseri seit Dezember letzten Jahres in einem Qualifizierungsjahr bestens in seine Aufgabenbereiche eingearbeitet und in das Mitarbeiterteam integriert habe. "Wir sind MO" solidarisierte sich dieses mit der Aufschrift auf T-Shirts, die das Bild des Abschiedsabends in einem eigens aufgebauten Zelt am Kurpark prägen sollten.
In dem kamen aber nicht nur die Bediensteten und die Geschäftsführung des Hotels zusammen, das Nasseri und dessen ebenfalls von der Ausbildung mit bereits ausgefertigten Vertrag ausgeschlossenen Landsmann dringend bräuchte, nicht weiß, wie man nun schnell Ersatz finden soll. Oliver Späth stellt Nasseri, einem engagierten und motivierten "Musterbeispiel" eines Mitarbeiters das denkbar beste Zeugnis aus und kann es beim besten Willen nicht verstehen, dass mutmaßliche viereinhalb Fehltage an der Berufsschule, die sein Verhalten als "in Ordnung" bezeichnete, ausschlaggebend dafür sein sollten, ihm Ausbildung und Arbeit zu verwehren.
Feuerwerk als Leuchtsignal an die Politik
Mit der er seinen Lebensunterhalt verdienen und dem Staat nicht zur Last fallen würde, nun aber zur Untätigkeit verurteilt wurde, wie es auch aus Unterstützerkreisen, die zur Abschiedsfeier mit festlichem Mahl und Feuerwerk als ein Leuchtsignal an die Politik kamen, mit anderen Beispielen massiv beklagt wurde. Wie etwa mit dem eines 37-jährigen Ukrainers, der als ausgebildeter Heizungsbauer und Installateur im letzten Jahr einen Arbeitsplatz gehabt hätte, mit dem entsprechenden Antrag aber bei der Ausländerbehörde in Ansbach gescheitert war, seitdem auf das Urteil der Klage beim Verwaltungsgericht wartet und heuer auch mit einem neuerlichen Versuch scheiterte, seinen Leben mit Arbeit einen Sinn zu geben.


Zur prekären Lage der Flüchtlinge kommt jene der Betriebe, wie es nicht nur Späth beklagte. In allen Branchen herrsche Mitarbeitermangel und eine Behörde treffe ihre "Billigungsentscheidung" nicht etwa im Interesse beider Seiten, sondern nach nicht nachvollziehbaren Kriterien, wurde dies massiv kritisiert. So schaffe man es ganz sicher nicht, kam es frustriert zu Ausdruck, dass dies "am Staat zweifeln" lasse. Von himmelschreiender Ungerechtigkeit und Kurzsichtigkeit war in angeregten Gesprächen die Rede.
Resolution unterzeichnet
Im Fall von Mohammad Mokhtar Nasseri setzt man die Hoffnung in eine Resolution, die von den vielen Gästen unterzeichnet wurde. Mit ihr wird die Ausländerbehörde aufgefordert, die Ausbildung des Afghanen im Bad Windsheimer "Hotel am Kurpark" zuzulassen, übertragen auch auf dessen Kollegen, der eine kurzfristige Absage aus Ansbach erhalten hatte. "Stoppen Sie den Irrsinn" wird an die Behörde appelliert, "einen ausbildungswilligen und –fähigen jungen Mann zum Nichtstun verdammen". Manchmal müsse man Fehler eingestehen und diese korrigieren, wozu es diesem Fall nicht zu spät sei.
Links zum Thema
• Weitere Meldungen aus Neustadt/Aisch und Umgebung
Die stetig wachsende Protestgemeinde hofft auf "ein Umdenken, wenn der Druck groß genug ist". In Bad Windsheim sollte gezeigt werden, dass es "der Fensterreden genug und Zeit ist, Zeichen zu setzen". Für Klagen gegen die Behördenbescheide – neun sind nach Angaben von Rainer Krug, Geschäftsführer der "Caroga Flüchtlingshilfe", aktuell anhängig, weitere zu erwarten – wurden Spenden gesammelt. Aus dem Kreis der Protestierenden wurde der Vorwurf der Verschleppung der Anträge bis in den Spätherbst erhoben, womit es "dann für den Ausbildungsstart zu spät" sei. In Nürnberg, so ein Insider, würden sie "überhaupt nicht bearbeitet, was noch perfider" ist".
Der SPD-Landtagsabgeordnete Carsten Träger begrüßte die Initiative, auf die aktuelle Situation aufmerksam zu machen und ein wichtiges gesellschaftspolitisches Signal zu setzen. Vielleicht verbinde sich damit gerade in Wahlkampfzeiten ein Funke Hoffnung.
Demo in der Kreisstadt
Auf den setzt auch eine "Initiative der Ehrenamtlichen in der Asylarbeit im Landkreis", die am Donnerstag, 7. September bei einem Umzug vom Landratsamt (Start 15.30 Uhr) zum Marktplatz den Forderungen Nachdruck verleihen will: "Helft den Betrieben, genehmigt Arbeit und Ausbildung für alle Geflüchteten und schont damit die Sozialkassen!"
Harald J. Munzinger


Nürnberger Nachrichten 31.08.2017 Abschiedsfeier für Mohammed

Kommentar "Was Integration braucht", Fränkische Landeszeitung 25.08.2017

Artikel vom 25.08.2017 aus der Fränkischen Landeszeitung

Integrationslotsinnen für den Landkreis

Lotsen für die Integration

Austausch-Treffen Nachbarschafthilfe in Scheinfeld

„Über Zaun und Grenze“ weiterhin gefragt

Ziele und Wirkung des kreisweiten Netzwerkes diskutiert  

Neustadt a. d. Aisch. „Über Zaun und Grenze – das Netzwerk für Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfe hat im Landkreis viel bewirkt. Es muss weiter bestehen bleiben und seine Arbeit fortsetzen.“ So betonten es die Netzwerkpartner, Mitarbeiter aus Wohlfahrtsverbänden, ehrenamtlichen Helferkreisen und verschiedenen Behörden.  Sie alle kamen auf Einladung der Koordinierungsstelle des Freiwilligenzentrums der Caritas am Dienstag, 16. Mai 2017 in Neustadt an der Aisch zusammen. Beim 8. Runden Tisch überlegten sie, wie es zukünftig weitergehen soll.


„Unser Landkreis wird älter und bunter. Dass dies gerade in den vergangenen zwei Jahren nicht zu chaotischen Missständen geführt hat, ist den vielen engagierten Bürgern zu verdanken, die diese Herausforderung aktiv mitgestalten, “ begrüßte Dorothea Hübner, Leiterin des Freiwilligenzentrums, die 19 Teilnehmer am Runden Tisch. Jeder Teilnehmer äußerte seine Sichtweise und wie er das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ seit Beginn im September 2015 bis heute wahrgenommen hat.


„Braucht es das Netzwerk weiterhin?“, warf Hübner die Frage in die Runde. Der gemeinsame Konsens lautete: Das Netzwerk hat viel für die Ehrenamtlichen, deren Anerkennung und die Zusammenarbeit in der Kommune geleistet. Es gibt dort immer ein offenes Ohr und es pflegt einen unkomplizierten Austausch. Die Koordinierungsstelle muss es weiterhin geben.


Ehrenamtliche aus Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen erhielten über die im Spätsommer 2015 neu geschaffene Koordinierungsstelle des Freiwilligenzentrums bedarfsgerechte Unterstützung und Qualifizierung. Sie bietet nach wie vor neue Vernetzungsmöglichkeiten und trägt zur Transparenz bei. Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung verlagerte sich der Schwerpunkt hin zur Flüchtlingshilfe, wobei die Nachbarschaftshilfen auch beim Aufbau, bei der Organisation, Qualifikation und Vernetzung unterstützt wurden.


In enger Verknüpfung und einem lebendigen Austausch wird das Netzwerk als eine ständige Quelle von Informationen und Herausforderungen gesehen. Positiv wirkt hier die eigens aufgebaute Homepage www.ueberzaunundgrenze.de. Sie bietet aktuelle Informationen, Vernetzungsmöglichkeiten untereinander und kostenlose Nutzung aller Initiativen auf einer eigenen Plattform. Fazit: es wurde viel bewegt und bewirkt. „Ein Netz fängt ein, bündelt und man kann sich auch was herausholen“, so Jürgen Rotter vom Diakonischen Werk.


Im Landkreis geschah in den vergangenen Jahren sehr viel Gutes, sowohl von hauptamtlicher als auch von ehrenamtlicher Seite. Negative Schlagzeilen blieben weitestgehend bisher aus. Wenngleich das Angebot bisher gut angenommen wurde, wird es noch nicht flächendeckend im Landkreis von allen Flüchtlings- und Nachbarschaftshilfen genutzt. Zudem sind viele Helfer erschöpft und haben ihr Engagement beendet. Deshalb werden dringend neue Engagierte gesucht.


In einem weiteren Schritt überlegten die Teilnehmer, wo aktuell größter Handlungsbedarf besteht. Hier wurden Themen genannt wie der fehlender Wohnraum, geringe Mobilität, unzureichende Infrastruktur, der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen und Möglichkeiten der Begegnung. In vielen Orten des Landkreises gibt es keine Nachbarschaftshilfen.


„Über Zaun und Grenze“ versteht sich als Netzwerk vom Engagement Einzelner hin zu einer Verantwortungsgemeinschaft vor Ort und zielt auf einen starken Verbund von Kommune, Wohlfahrt, Wirtschaft und engagierten Bürgern. Mit kritischem Blick auf die Zukunft bleibt die Integration neuer Mitbürger und der demografische Wandel weiterhin eine große Herausforderung in unserem Landkreis. Eine Herausforderung, die den langen Atem aller Beteiligten fordert.


Die erste Förderperiode der „engagierten Stadt“, mit deren finanzieller und fachlicher Unterstützung  diese Koordinierungsstelle installiert und aufgebaut werden konnte, endet im Dezember 2017. Doch Ehrenamt braucht Hauptamt. Durch eine neue Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration sollen sogenannte „Integrationslotsen“ in Kürze auf den Weg gebracht werden.


Weiterhin im Blick bleibt die gemeinsam formulierte Vision, dass Menschen unseres Landkreises über Zäune und Grenzen hinweg in fürsorglichem Miteinander leben, getragen von einem aktiven Helfer-Netz für alte und neue Nachbarn aus In- und Ausland. Hübner dankte allen fürs Kommen, Mitdenken und Mitwirken und verabschiedete die Gäste: „Gemeinsam geht’s besser. Lasst uns weiter am Netz knüpfen für einen engagierten Landkreis zum Wohle aller Bürger.“  


Dors Hübner

Asyl ist Menschenrecht

die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“, konzipiert von „Pro Asyl“ zeigte realistisch und gut recherchiert die Fakten, die über 60 Millionen Menschen weltweit zwingt ihre Heimat zu verlassen.
Hier sehen Sie einige Impressionen von der Veranstaltung die noch bis zum 04.05.2017 zu den Rathaus-Öffnungszeiten in der Ehrenhalle des Rathauses zu besichtigen.

Austausch der Nachbarschaftshilfen des Landkreises in Bad Windsheim vom 31.01.2017

Kürzlich lud das landkreisweite Netzwerk „über Zaun und Grenze“ zum dritten Mal die Vertreter von Initiativen der Nachbarschaftshilfen (NBH) zu einem Austauschtreffen ein. Treffpunkt war in den Räumen der Klinik für Akutgeriatrie.
Von Ihren Erfahrungen und Entwicklungen berichteten die verschiedenen Nachbarschafts-Initiativen im Landkreis. Dabei zeigten „Stein und Feder“  symbolisch die Erfolge und aktuelle Herausforderun-gen, die es zu meistern gilt. 


Projekt „Strohhalm“
Frau Gisela Limbacher aus Bad Windsheim stellte ihr Projekt „Strohhalm“ vor. Bei diesem Projekt werden in Not geratene Menschen, die durch das gesetzliche Raster fallen ganz unbürokratisch unterstützt.


Sozialkaufhaus Scheinfeld
NBH Scheinfeld berichtete von seinem neuen Sozialkaufhaus „Komm rein“. Mit einer gemütlichen Kaffeeecke lädt das Team des Kaufhauses die Besucher zum gemeinsamen Austausch ein.


Dorflinde Langenfeld
Die Dorflinde Langenfeld wurde wieder in das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus aufgenommen. Der ehrenamtlicher Helferkreis Demenzbetreuung soll ausgeweitet werden und kümmert sich zukünftig auch um Kinderbetreuung (Förderung über Zentrum Bayern Soziales)


Diakonieverein Diespeck
Die Angebote für Senioren werden sehr gut angenommen. Die NBH Diespeck sucht nach weiteren ehrenamtlichen Helfern für die Besuchsdienste bei den Senioren.


Es folgte ein Vortrag von Dr. med. Wolfgang Anderer zum Thema „Aufgaben und Arbeitsweise der Akutgeriatrie bzw. der Altersmedizin“. Die Gesundheit auch im Alter zu erhalten, zu fördern und zu heilen, das sind die Aufgaben der Akutgeriatrie. Dabei wird Krankheit nicht nur als Organfehlfunktion gesehen, sondern der Mensch als Ganzes behandelt. Dabei stehen dem Patienten ein Team von geriatrisch qualifizierten Ärzten, Pflegekräften, Sozialpädagogen, Gerontologen, Physio- und Ergotherapeuten zur Seite. Der Vortrag schloss mit einer Führung durch die verschiedenen Stationen der Klinik ab.

Am Nachmittag ging es mit dem Workshop „ Physio - Arbeitsweisen der Physiotherapie in der Akutgeriatrie“ weiter. Die Referentin und Physiotherapeutin Frau Petra Rimbach verstand es, den Teilnehmern sehr anschaulich und mit praktischen Übungen die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit zu erklären.


Das nächste Austauschtreffen findet im Juli 2017 statt. Gastgeber ist die Nachbarschaftshilfe Scheinfeld. Dabei können die Räume des Sozialkaufhauses „Komm rein“ besichtigt werden. Ein genauer Termin wird noch bekannt gegeben.


In eigener Sache informierte das Netzwerk „über Zaun und Grenze“ die Teilnehmer noch über einen Personalwechsel. Neue Mitarbeiterin im Freiwilligenzentrum ist Maria Schwarm. Ganz herzlichen Dank an Anja Haverkock für die Mitarbeit beim Aufbau des Netzwerkes von „über Zaun und Grenze“.  Alles Gute für die Zukunft!

Den Umgang mit „Anderen“ lernen

Viele interessierte Teilnehmer beim interkulturellen Workshop in Uffenheim
Neustadt a. d. Aisch - Uffenheim – 19 Ehrenamtliche kamen in das Haus der Kirche nach Uffenheim zum interkulturellen Workshop „Anders?!“. Eingeladen hatte das Freiwilligenzentrum der Caritas mit seinem Netzwerk „über Zaun und Grenze“. Dozentin war Frau Marina Khanide, Ausbildungstrainerin für internationale Programme der Demokratie- und Toleranzbildung sowie der interkulturellen Verständigung.
„Stehen Sie auf, bewegen Sie sich im Raum und finden Sie sich in kleinen Gruppen zusammen.“

So startete der interkulturelle Workshop mit den 19 Teilnehmern aus Unterstützerkreisen der Flüchtlingshilfe im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim. Mit sensibilisierenden Übungen, Spielen und alltagsnahen Beispielen kamen die Teilnehmer sofort ins Gespräch und tauschten Erfahrungen über die eigene Kultur aus. Sehr anschaulich und mit viel Humor konnten sich die Teilnehmer so dem Kultur- und Toleranzbegriff annähern. Durch praktische Beispiele vermittelte die Referentin das nötige Rüstzeug im interkulturellen Miteinander.
In weiteren Aufgaben ging es um das Bewusstmachen der eigenen Werte und Traditionen. Es stand die Frage im Focus, wie wir den Menschen, die zu uns flüchten, mit ihren Lebenseinstellungen, Werten und Traditionen begegnen. Es ging um den Umgang mit Konflikten aufgrund von unterschiedlichen Vorstellungen und wie wir zu mehr Sicherheit im Dialog mit Menschen verschiedener Kulturen kommen.

Im Gegensatz zu den geflüchteten Menschen leben wir in einer individualistisch orientierten Gesellschaft. Freiheit und Selbstbestimmtheit prägen weitgehend unseren Alltag, leider oft auch verbunden mit Isoliertheit und Einsamkeit. Damit kommen diese Neuankömmlinge schwer zurecht. „Umso wichtiger sind hier Integrationspaten. Sie helfen sowohl im Alltag weiter, stehen zu Gesprächen und Freizeitaktivitäten gelegentlich auch abends oder am Wochenende zur Seite“, so Dorothea Hübner, Leiterin des Freiwilligenzentrums.

Die Referentin des Workshops, Marina Khanide, ist Ausbilderin für interkulturelles Training und unterstützt mit ihrer Arbeit unter anderem das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, das Goethe-Institut, Wohlfahrtsverbände und Stadtverwaltungen.
Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass dieser Workshop hilfreich für die weitere Arbeit in der Flüchtlingshilfe ist. Ursachen vieler Missverständnisse und Fallstricke im interkulturellen Miteinander wurden aufgedeckt und aufgeklärt.
Für das leibliche Wohl sorgten Frau Schneider-Rasp und die „Initiative Flüchtlinge & Asyl Uffenheim & Umgebung“. Sie übernahm an diesem Tag die Gastgeber-Rolle und arrangierten das „Rundum-sorglos-Paket“ für die Teilnehmer des Workshops.

12.02.2017 Dorothea Hübner

Vortrag in Neustadt über die Ursachen des Syrienkrieges - nn-online 19.01.2017

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Koordinationsstelle von "Über Zaun und Grenze" im Freiwilligenzentrum "mach mit!" der Caritas, Ansbacher Straße 6, 91413 Neustadt an der Aisch
Telefon  09161 - 888919 | E-Mail: ueberZaunundGrenze[at]caritas-nea.de