Termine

,
Jahresprogramm 2019
lesen
23.04.2019, 14:00 Uhr
Bunter Kulturtreff:
Bücher von der Leine
Der „Bunte Kulturtreff“ findet immer... lesen
30.04.2019, 14:00 Uhr
Bunter Kulturtreff:
Spiel und Spaß am Nachmittag – Brettspiele für Alt und Jung!
Der „Bunte Kulturtreff“ findet immer... lesen
07.05.2019, 14:00 Uhr
Bunter Kulturtreff:
Max & Moritz
Der „Bunte Kulturtreff“ findet immer... lesen
07.05.2019, 18:00 Uhr
Angebot vom Projekt "Generation 55plus": Männerkochkurs in Uffenheim
Das Netzwerk Generation 55plus... lesen
13.05.2019, 16:30 Uhr
Workshop
„Supervision im ehrenamtlichen Engagement“
Eingeladen sind Engagierte, die sich... lesen
Weitere Termine

Aktuellste Nachricht

Wie man denkt, so fühlt man

Dienstag, 09. April 2019

Neustadt a. d. Aisch. Mal ist es die Arbeit, mal familiäre Anforderungen, ein ungelöster Konflikt oder unser Anspruch an uns selbst, der Stress erzeugt. Lassen sich die komplexen Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele gezielt nutzen? Dazu hatte Angelika Graber (NLP-Lehrtrainerin, HP-Psychotherapie) diverse Antworten parat. Veranstaltet wurde der Workshop von „über Zaun und Grenze“, dem Netzwerk für Nachbarschafts- und Flüchtlingshilfen des Freiwilligenzentrums „mach mit!“ der Caritas.


Die Referentin Graber erklärt die Wahrnehmung von Stressoren, die sehr individuell ist.



„Stress ist alles, was eine Herausforderung oder Bedrohung darstellt, sowohl körperlich als auch seelisch und das Individuum zu Anpassung veranlasst“, so die Definition der Referentin. Bei jedem wird Stress durch etwas anderes oder gleich mehrere Reize (Stressoren) auf einmal ausgelöst. Dazu gehören äußere Einflüsse ebenso wie die eigene Lebensgeschichte oder der Charakter. Die anwesende Teilnehmerrunde tat sich nicht schwer, eine lange Liste von Stressoren aufzustellen. Isolation, Konflikte, Überlastung, Erwartungen, Schulden, Veränderungen, Eintönigkeit, Krankheit und insbesondere Zeitdruck wurden beispielsweise genannt.

Stress – ein Geniestreich der Reaktion aus der Vorzeit
Um Wege zu finden, dem eigenen Stress etwas entgegenstellen bzw. wirksam darauf reagieren zu können, ist es wichtig, sich über Folgendes im Klaren zu sein: Stress ist so alt wie die Geschichte der Menschheit und kein moderne Erscheinung, so wie es manchmal scheint. Die Menschen der Urzeit waren vielen Gefahren ausgesetzt. Stress diente als reflexartige Kurzzeitreaktion des Körpers, um blitzschnell auf äußere Faktoren mit Angriff oder Flucht zu reagieren und dadurch zu überleben. Die Phasen von Alarmbereitschaft, reflexartiger Reaktion und Erholungsphase sind seit Urzeiten in Mensch und Tier vorprogrammiert. Diese Verhaltensregeln lassen sich besonders beeindruckend noch heute kaum verändert in der Tierwelt beobachten.

Was passiert heute bei Stress?
Die biologisch verankerte Stressreaktion des Menschen ist noch immer die gleiche, aber zumeist läuft keine Kurzzeitreaktion mehr ab. Die Stressoren wirken zudem permanent oder stetig wiederkehrend sei es durch Leistungsanforderungen oder auf psychosozialer Ebene, wodurch sich die Phasen der Stressreaktion verändert haben. Der Körper wird bei Stress noch immer in eine Alarmphase versetzt, aber wohin mit der Energie die Angriff oder Flucht verlangt? Es folgt in der Regel keine körperliche Reaktion in Form von Muskeltätigkeit. Einzig verbale Attacken treten oft noch spontan ein. Regelmäßiger Stress fordert stattdessen den Versuch sich anzupassen, was anhaltend dazu führen kann, dass der Körper kapituliert (Burnout, Depression).

Wahrnehmung von Stressoren sehr individuell
Stress ist eng verknüpft mit der Wahrnehmung alltäglicher Situationen. Entsprechend unterschiedlich reagieren wir auf Stress. „Nicht das äußere Ereignis, sondern die innere Bewertung ruft Stress hervor“, betont Graber und fügt hinzu, „wenn sie Stress empfinden, dann schreiben sie sich doch mal auf, was sie darüber gerade empfinden.“ Meist lässt sich gut feststellen, ob es Handlungsoptionen in einer stressigen Situation gibt oder eine unumkehrbare Tatsache vorliegt. Ein Beispiel: Der Tod eines nahesehenden Menschen ist eine Tatsache, aber der Umgang mit der Trauer birgt Handlungsoptionen.

Stressbewältigung
Die Referentin hatte etliche Tipps für die Anwesenden, wie sie sich selber helfen können. Viele verschiedene Optionen wurden diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Dem Einen hilft ein inneres Selbstgespräch, der Andere braucht soziale Unterstützung, der Nächste muss mehr darauf achten, bewusst zu handeln (Wenn ich esse, dann esse ich!). Jeder Mensch kennt mit der Zeit die eigenen Stresssymptome, wenn er auf sich selber achtet. Die beste Prävention ist diese frühzeitig wahrzunehmen, damit das Gefühlschaos gar nicht erst in Fahrt kommt. „Ziele setzen, die erreichbar sind, ist unabdingbar für die Selbstwirksamkeit!“, findet Graber. Sich an Tatsachen abzuarbeiten, die nicht veränderbar sind, oder sich diverse Zukunftsszenarien auszumalen, sind Energiefresser allererster Güte. „Nehmen Sie das jeweilige Gefühl an, was Stress in Ihnen auslöst und nutzen Sie Ihre Handlungsoptionen, egal wie klein sie erscheinen“, rät Graber.

Kontaktdaten der Referentin unter www.angelika-graber.de
Weitere Informationen und Termine zum Netzwerk „über Zaun und Grenze“ im Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim finden Sie unter www.www.ueberzaunundgrenze.de oder Tel.: 09161-8889 19.    


 

Koordinationsstelle von "Über Zaun und Grenze" im Freiwilligenzentrum "mach mit!" der Caritas, Ansbacher Straße 6, 91413 Neustadt an der Aisch
Telefon  09161 - 888919 | E-Mail: ueberZaunundGrenze@caritas-nea.de