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14.12.2018, 09:00 Uhr
Lokale Allianz für Menschen mit Demenz:
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08.01.2019, 19:30 Uhr
Vortrag Hospizverein NEA:
"Begleiten - Segnen - Lösen, die Heilkraft des Räucherns"
Unser Netzwerkpartner Hospizverein... lesen
15.01.2019, 15:00 Uhr
Seniorenrat Bad Windsheim:
"Die eigene Wohnung altersgerecht" (Kopie 1)
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Versicherungsschutz für Ehrenamtliche in der Nachbarschaftshilfe

Viele fleißige Hände packen unermüdlich mit an, um Bürgern in kleinen Notsituationen zu helfen und Hilfsdienste in den Orten des Landkreises anzubieten. Ob Begleitdienste zu Ärzten, bei Krankheit den Hund ausführen, auf das Kind aufpassen, Einkäufe tätigen, etwas vorlesen – die Liste der Hilfsdienste ist lang.

Wird Hilfsbereitschaft in die Tat umgesetzt, gerät häufig aus dem Blick, wer den Helfern hilft, wenn ihnen etwas zustößt.

Generell ist das Thema Versicherung nicht problematisch. In ganz vielen Fällen genießen Ehrenamtliche Helfer Versicherungsschutz.

Voraussetzungen für gesetzlichen Versicherungsschutz

Wie bei anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten erhalten auch "Helfer der Nachbarschaftshilfe" automatisch und kostenlos den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung - wenn sie gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Fünf Kriterien müssen erfüllt sein, damit das Ehrenamt "amtlich" ist. Es muss

  • freiwillig erfolgen
  • unentgeltlich ausgeübt werden
  • regelmäßig erfolgen
  • organisiert sein
  • anderen zu Gute kommen

Zu den Voraussetzungen zählt also, dass die Mithilfe über die Kommune oder Wohlfahrtsverbände organisiert sein muss. Heißt also, Einsätze und - orte werden von diesen festgelegt, die Verantwortlichen verteilen die Aufgaben, übernehmen Einteilung sowie Koordination. Bei Begleitungen mit dem eigenen Auto z.B. muss der Ehrenamtliche und sein Einsatz registriert und mit entsprechenden Einträgen in ein Fahrtenbuch nachweisbar sein. Optimaler Weise erhalten die ehrenamtlichen Helfer eine Ehrenamtsvereinbarung. Oder es werden Listen angelegt, in die sich die Helfer eintragen können. Das erspart im Fall der Fälle Nachforschungen, ob man tatsächlich auch aktiv gewesen ist.

Wer hingegen spontan dem Nachbarn im Garten hilft, handelt privat. Diese Eigeninitiative wird nicht durch den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt, den organisierte ehrenamtliche Helfer genießen. Diese Eigeninitiative wird nicht durch den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt, den organisierte ehrenamtliche Helfer genießen.

Für Initiativen, die keine Rechtsform haben und somit keinen Versicherungsschutz bieten, kann es hilfreich sein, die eigenen Tätigkeiten in einen größeren Verband, wie beispielsweise der Caritas, Diakonie, AWO etc. anzubinden. Diese verfügen in der Regel über Haftpflicht- und Unfallversicherungen für die Engagierten, so dass Ehrenamtliche im Schadensfall nicht fürchten müssen, auf ihren Kosten sitzen zu bleiben.

Leistungsumfang und Subsidiarität

Verletzt sich der ehrenamtliche Helfer während seines Einsatzes, aber auch auf dem Hin- oder Rückweg zwischen Einsatz- und Wohnort, springt die gesetzliche Unfallversicherung ein.

Für den Schaden, den ein freiwilliger Helfer einer anderen Person zufügt, haftet in der Regel die Trägerorganisation bzw. deren Haftpflichtversicherung.

Neben all diesen Leistungen aus gesetzlichen Versicherungen treten gegebenenfalls auch privat abgeschlossene Versicherungen – Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung – ein.

Zudem haben fast alle Bundesländer private Unfall- sowie Haftpflicht-Sammelversicherungsverträge abgeschlossen wie z. B. die Bayerische Ehrenamtsversicherung. Falls also für die Tätigkeit kein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz vorgesehen ist, die Vereinigung keine private Unfallversicherung für Ehrenamtliche abgeschlossen hat und auch selbst keine Unfallversicherung besteht, sind Ehrenamtliche über die Unfallversicherung des Freistaates Bayern geschützt. (Informationen unter http://www.stmas.bayern.de/ehrenamt/versicherung/index.php )

Prinzipiell gilt jedoch für Haft- und Unfallversicherung: Der gebotene Versicherungsschutz ist nachrangig (subsidiär), d.h. eine anderweitig bestehende Haftpflicht- oder Unfallversicherung (gesetzlich oder privat) geht im Schadensfalle der Landesversicherung vor.

Darauf sollten Sie im Schadensfall achten

Zwischen den Versicherungsträgern existieren bestimmte Abkommen, die die Zuständigkeiten regeln. Wichtig ist, bei der ärztlichen Erstbehandlung, die ehrenamtliche Tätigkeit und den Ort der Verletzung anzugeben, damit der Arzt oder das Krankenhaus die Unterlagen an die zuständige Stelle weiterleiten können. Sofern über den Träger eine Unfall- und/oder Haftpflichtversicherung besteht, soll der Unfall auch bei der Stelle, für die Person ehrenamtlich tätig ist, gemeldet werden.

 

Koordinationsstelle von "Über Zaun und Grenze" im Freiwilligenzentrum "mach mit!" der Caritas, Ansbacher Straße 6, 91413 Neustadt an der Aisch
Telefon  09161 - 888919 | E-Mail: ueberZaunundGrenze[at]caritas-nea.de